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Jun 16

Beruhige dich, Mama!

MotteMut zur Selbstkritik! Ich oute mich jetzt mal als gar nicht so perfekte Mama. Es kann gar nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen sein, oder? Ich bezweifle auch, dass das in irgendeiner Familie so ist. Wenn Menschen viel Zeit miteinander verbringen, führt das manchmal eben zu Reibungen und Spannungen. So auch bei uns. Der richtige Umgang ist entscheident und an dem arbeite ich gerade mit Erfolg. Die Motte hat Ferien und dazu noch eine besonders trotzige Phase. Engel und Teufel wechseln sich alle paar Stunden ab.

 

 

Selbsterkenntnis und der erste Schritt

Ich bin eher eine aufbrausende Persönlichkeit, lasse mich leicht provozieren und gebe dann mein Stimmorgan zum Besten. Nein, ich schreie nicht, werde aber doch schon lauter. Mir selbst fiel das gar nicht so auf. Es fiel mir eigentlich erst auf als die Motte zu mir kam und meinte: „Mama, beruhige dich!“. Solche Worte von so einem kleinen Mädchen. Halt, da läuft etwas schief! So möchte ich keine Vorbildfunktion sein. Also muss ich mich ändern, was sich doch immer sehr leicht anhört. Ich habe überlegt und überlegt. Schließlich kam mir eine ganz einfache Idee meine überschüssige Energie abzubauen – Sport!

 

Schwitzen für die Entspannung

Der Anfang war sehr quälend. Jeden Abend eine halbe Stunde auf den Crosstrainer. Die ersten Tage fühlten sich meine Beine wie Pudding an, aber es ging mir wirklich besser. Die angestaute Energie wurde beim Laufen entladen. Hinterher bin ich zwar immer ziemlich kaputt, aber viel entspannter und ruhiger. Es hält bis zum nächsten Abend! Klar, ich muss mit meinem inneren Schweinehund kämpfen, aber es lohnt sich. Insgesamt ist es viel harmonischer geworden und ich werde nicht mehr laut, egal was die Motte wieder anstellt.

 

Es beruht auf Gegenseitigkeit

Nicht nur mein Verhalten hat sich geändert. Auch die Motte ist nicht mehr so zickig. Sie halt wohl gemerkt, dass sie mich mit ihrem Verhalten nicht mehr so schnell auf die Palme bringen kann. Die letzten Tage waren wirklich schön und ich freue mich auf die nächsten Ferientage mit ihr! Vor zwei Wochen überlegte ich noch, wie ich die nur überleben sollte. Was so kleine Veränderungen am Verhalten ausmachen können. Jetzt heißt es nur: Durchhalten und nicht wieder in alte Verhaltensmuster fallen. Die Zeit mit der Motte ist die beste Motivation dafür!

 

Warum schreibe ich das? Nun, ich möchte damit zeigen, dass jeder so seine Ecken und Kanten hat. Nur weil man jetzt ein Kind hat, wird man nicht automatisch zu einem perfekten Menschen. Eine Familie zu haben, bedeutet arbeiten und an sich selbst zu arbeiten. Das ist genau wie mit einer Beziehung. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass eine Beziehung ein großer Kompromiss wäre. Ganz so dramatisch sehe ich es nicht, aber ein Stückchen Wahrheit ist schon dran…

 

2 Kommentare

  1. Petrina

    Schön, wie ehrlich du von schwierigen Situationen berichtest, das macht sicherlich vielen Mut. Und das ist ja eine praktische Lösung mit dem Sport – hätte ich nicht gedacht, dass das so schnell funktioniert! Weiter so 🙂

    1. Minimotte

      Dankeschön 🙂
      Ich denke, ich sollte auch mal von den nicht so schokoladigen Seiten berichten. Es kann nicht jeden tag nur Sonnenschein sein 🙂

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